Spiel des Jahres 2016: Codenames

Codenames wurde dieses Jahr zum „Spiel des Jahres 2016“ gekürt. Grund genug für uns, dass Spiel in einem Testbericht genauer zu untersuchen und zu beantworten, ob es für das anstehende Weihnachtsfest als Geschenk eignet. In der Vergangenheit hielt die Auszeichnung Wort – ist es dieses Jahr genauso?

Preis: EUR 17,99
4.7 out of 5 stars (195 Bewertungen)
Gebraucht ab EUR 14,55

Codenames – Spielidee

Die Spielidee von Codenames ist simpel, wie genial! Es werden zwei Teams gebildet. In jedem Team gibt es je einen Hinweisgeber. Mit Hilfe von geschickten Assoziationsketten geben diese Tipps an die Ermittler weiter, um so die Identität der Agenten zu enttarnen. Welches Team zuerst den eigenen Agenten durch Kombinieren erkannt hat, gewinnt.

Codenames – Spielablauf

Zu Beginn einer neuen Runde Codenames werden die Spieler in ein rotes und ein blaues Team aufgeteilt. Jeweils ein Mitglied pro Team wird als Hinweisgeber bestimmt, die restlichen Mitglieder übernehmen die Rolle der Ermittler. Aus den insgesamt 200 doppelseitig bedruckten Begriffskarten, im Spiel auch als „Agenten“ bezeichnet, werden nach dem Zufallsprinzip 25 Stück ausgewählt und in einer 5×5 Matrix angeordnet.

Die Hinweisgeber sitzen nebeneinander und bekommen je eine Codekarte, die ihnen Auskunft darüber gibt, welche Agenten zum eigenen und welcher zum gegnerischen Team gehören. Möglich macht dies eine farbliche Aufteilung der 5×5 Matrix, die auf der Codekarte zu sehen ist. Daneben gibt es in jeder Runde 7 neutrale, beige Agenten, sowie einen Attentäter, der durch ein schwarzes X gekennzeichnet ist.

Anschließend beginnt das eigentliche Spiel. Der Reihe nach nennen die Hinweisgeber einen Hinweisort wie die Anzahl der Begriffskarten, die durch diesen identifiziert werden können. Die Hinweise sollten so gewählt werden, dass sie lediglich zu dem eigenen Team passen. Dies lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen. Die Agenten „Sand“, „Burg“ und „Meer“ müssen durch das Team erkannt werden. Der Hinweisgeber nennt den Tipp „Strand“ sowie die Anzahl 3, da alle drei Begriffe mit diesem zusammenhängen. Allerdings können die Agenten des Gegners das Erraten erschweren. Müsste das gegnerische Team beispielsweise „Spanien“ erkennen, könnte „Strand“ dafür sorgen, dass es fälschlicherweise von dem gerade agierenden Team als ein gesuchter Begriff gewertet wird. Passiert dies, so erhält das gegnerische Team den Punkt und ist an der Reihe.

Besonders tückisch ist der Attentäter. Wird er als gesuchter Begriff erkannt, so ist das Spiel automatisch beendet. Das Team, das ihn genannt hat, verliert – unabhängig von den bis dahin gewonnen Punkten.

Codenames – Fazit

Die Spielidee von Codenames ist gut durchdacht, das Spielprinzip schnell erklärt. Die Runden sind kurz und knackig, perfekt für eine schnelle Runde zwischendurch. Da die Begriffe auf unzählig viele Weisen miteinander kombiniert werden können, ist Codenames immer wieder neu und sorgt für Langzeitspaß. Nachteilig ist lediglich, dass, je nach Schnelligkeit der Teams, es zu Wartezeiten kommen kann. Diese lassen sich jedoch leicht mit einer Sanduhr eindämmen. Alles in allem ist Codenames ein spannendes und trickreiches Spiel. Wer beste Brettspiele sucht, sollte hier zuschlagen.